Taupunktdiagramm
Aus einem Taupunktdiagramm lässt sich in Abhängigkeit der relativen Luftfeuchtigkeit und des U-Wertes einer Verglasung die Außentemperatur ermitteln, bei der eine Fensterscheibe auf der Raumseite beschlagen wird (=Taupunkt).
Taupunkttemperatur
Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, bei der die relative Luftfeuchtigkeit den Wert von 100 % erreicht. Sobald die Lufttemperatur bei unverändertem Feuchtegehalt weiter sinkt, fällt Tauwasser an.
Teilvorgespanntes Glas (TVG)
Bei teilvorgespanntem Glas handelt es sich um termisch vorgespanntes Glas, das in dem gleichen Prozess wie Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) hergestellt wird, jedoch nur ca. 40 % - 50 % der thermisch eingeprägten Oberflächendruckspannung aufweist. Die Oberflächendruckspannung wird durch den Kühlprozess gesteuert. TVG wird überwiegend als Verbund-Sicherheitsglas (VSG aus TVG) verwendet, da es ein ähnliches Bruchbild wie Floatglas aufweist. Daher können sich auch nach Bruch der Scheiben die einzelnen großformatigen Bruchstücke so verzahnen, dass die Scheiben eine Resttragfähigkeit aufweisen.
Temperaturwechselbeständigkeit
Die Temperaturwechselbesändigkeit von Gläsern kann in einem Normverfahren nach DIN 52313 untersucht werden.
Nach den (empirischen) Angaben der DIN 1249 Teil 10 weist Floatglas nur ca. 40°K Wechselbeständigkeit auf, ESG dagegen bis zu 150°K. Daher sollten Scheiben, bei denen mit Zwangsbeanspruchungen aus Temperaturlasten zu rechnen ist, aus thermisch vorgespanntem Glas bestehen.
Thermische Trennung
Um ein starkes Temperaturgefälle zwischen dem Mittelbereich und dem Kantenbereich einer Isolierglasscheibe zu vermeiden und um Wärmebrücken zu verhindern, werden die Auflagerprofile und die außenliegenden Pressleisten bei Fassadenkonstruktionen heute häufig mit einer thermischen Trennung ausgeführt. Dabei werden die Lasten aus der Pressleiste über die Verschraubung und über glasfaserverstärkte Polyamidstege abgetragen.
Thermoplus
Markenname von Pilkington für Wärmedämmgläser.
Thiokol
Zur Abdichtung von Isolierglas wird als zweite Dichtstufe heute überwiegend schwarzes Polysulfid-Polymer (Thikol) verwendet.
Tragklötze
Verklotzung zum Abtrag des Eigengewichtes von Scheiben.
Transformationsbereich
Bei der Betrachtung der Materialeigenschaften von Glas unterscheidet man zwischen dem Verhalten des Glases in der Schmelze, d.h. in seinem flüssigen Zustand, und als Festkörper nach der Erstarrung, da das Glas in beiden Temperaturbereichen ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweist. Der Übergang zwischen Schmelze und Festkörper ist nicht sprunghaft, wie bei der Entstehung eines kristallinen Produkts, sondern kontinuierlich; der Temperaturbereich des Überganges wird als Transformationsbereich bezeichnet.
Transformationstemperatur
Zur Charakterisierung des Übergangs von Glas von der Schmelze zum Festkörper im Transformationsbereich wird die Viskosität verwendet. Ab einer Viskosität von etwa 10e13 dPas spricht man von Glas. Die zugehörige Temperatur wird als Transformationstemperatur (Tg) bezeichnet. Diese Temperatur hängt von der chemischen Zusammensetzung des Glases ab und liegt für das im Bauwesen überwiegend eingesetzte Kalk-Natron-Silicatglas um ca. 520°C. Die Viskosität des Glases bei Raumtemperatur beträgt 10e19 dPas. Im Vergleich hierzu beträgt die Viskosität von Wasser bei Raumtemperatur 10e-2 dPas, die von Honig 10e4 dPas.
Transmissionsgrad
Verhältnis der durchgehenden Strahlungsleistung zur einfallenden Strahlungsleistung.
Trockenmittel
Bei Isoliergläsern wird in den hohlen Bereich des Abstandhalters im Randverbund üblicherweise ein Trockenmittel eingebaut, das evtl. anfallenden Feuchtigkeit aus Kondensat aufnehmen kann. Daher sind die Abstandhalter zum SZR hin mit kleinsten Perforationen versehen.
Typenstatik
Typenstatiken dienen der Vermeidung wiederholter Aufstellung und Prüfung von Statiken bei gleichbleibenden Randbedingungen, z.B. für Vordächer einer bestimmten Bauart, die immer in gleicher Weise eingebaut werden. Ein ordnungsgemäßer Ablauf sieht hierbei nach Aufstellung der Typenstatik, die alle zu berücksichtigenden Aspekte wie z.B. geometrischen Vorgaben, Einwirkungen, Unterkonstruktion behandeln muss, die Prüfung durch eine Landeseinrichtung vor, die je nach Bundesland unterschiedlich organisiert ist (z.B. Hessen: Hessische Landesprüfstelle für Baustatik, Bayern: Landesgewerbeamt,...). Die Typenstatik ist nicht zu verwechseln mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung. Eine Zulassung kann aber eine Typenstatik beinhalten.